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15. November 2025  (aktualisiert am 17. März 2026)

Warm und wirtschaftlich

von  Fachredaktion für energetisches Sanieren | 6 Min. Lesezeit | #Photovoltaik  #Solarthermie  #Flächenheizung  #Fußbodenheizung  #Wandheizung 

Die Möglichkeiten für das warme Wohnen im Dachgeschoss sind vielfältig: Je nach Dimensionierung der häuslichen Zentralheizung ist eventuell eine Erweiterung möglich – dies sollte im Vorfeld durch Dein:e Installateur:in überprüft werden. Ideal ist die „Selbstversorgung“ direkt vom eigenen Dach, die überdies auch noch gefördert wird:

Photovoltaik (PV)

Bei der Photovoltaik* wird das Sonnenlicht in umweltfreundlichen Strom gewandelt, der über einen Speicher bedarfsgerecht verfügbar ist. Er kann für den Eigenbedarf genutzt und/oder an das öffentliche Netz abgegeben werden. Mit dem so erzeugten Strom kann sowohl über eine kleine Wärmepumpenlösung als auch über Flächenheizungen die Dachgeschosswohnung beheizt werden.

Solarthermie

Bei der Solarthermie geben die von Sonnenstrahlen erwärmten Solarkollektoren ihre Wärme über einen „Tauscher“ an das Wasser ab. Das erwärmte Wasser wird in einem Speicher gesammelt und kann zum Baden, Duschen, Putzen oder Heizen genutzt werden.

Sollte ein Anschluss an die Zentralheizung nicht möglich oder sinnvoll sein, gibt es alternativ effiziente, moderne Heizoptionen:

Flächenheizungen

Eine Flächenheizung nutzt die gesamte Boden- oder Wandfläche, um den Raum mit Strahlungswärme zu versorgen. Sie verteilt die Wärme gleichmäßig und großflächig im Raum und ist so erheblich effizienter als ein klassischer Heizkörper, der die Wärme an die vorbeiströmende Luft überträgt.

Ob elektrisch oder wasserführend – eine Flächenheizung funktioniert nach demselben Prinzip. In die Fläche eingebettet, werden Heizelemente wie Rohre oder Matten, die die Wärme auf die darüber liegenden Schichten wie z. B. den Bodenbelag übertragen. Sie geben die Energie hauptsächlich in Form von Strahlungswärme an den Raum ab. Es entsteht ein gleichmäßiges und angenehmes Raumklima, das lange anhält. Denn die Schichten geben auch dann noch Wärme ab, wenn der Wärmeerzeuger bereits ausgeschaltet ist.

Du planst einen Ausbau Deines Dachgeschosses bei Dir zu Hause und möchtest wissen, ob sich das für Dich rechnet? Erfahre mehr bei DEIN FÖRDERMITTLER.

Fußbodenheizung

Der Klassiker unter den Flächenheizungen gilt heute als Standard in Neubauten und ist mit modernen, dünnschichtigen Systemen auch ideal für die Sanierung und Modernisierung von Bestandsimmobilien geeignet. Bei der wasserführenden Variante werden Heizungsrohre im Boden verlegt und an einen Wärmeerzeuger (Wärmepumpe, Holzkessel, Brennwertkessel usw.) angeschlossen.

Das Heizwasser wird in einem Kreislauf geführt: Nachdem es seine Wärme auf die beiden Schichten übertragen hat, strömt es gekühlt zurück zum Wärmeerzeuger und von dort wiedererwärmt ins System. Bei elektrischen Fußbodenheizungen wird die Stromzufuhr gestoppt, sobald die gewünschte Solltemperatur erreicht ist.

Elektrische Fußboden- und Wandheizung mit Fliesenbelag im Badezimmer
Aufbau eines Bodens samt Untergrund

Wandheizung

Wenn Du kuschelige Teppiche und Sofalandschaften bevorzugst, dann ist Wärme von allen Seiten die Lösung für Dich. Die Funktionsweisen von Wand- und Fußbodenheizungen sind gleich; wichtig ist, dass bei der Wandheizung alle Elektro- und Sanitärinstallationen bereits abgeschlossen sein sollten.

Elektrische Fußboden- und Wandheizung mit Fliesenbelag und Thermostatsteuerung
Frau steht in einer Regendusche mit schwarzen Fliesen und Glasabtrennung

Hell und warm

Ganz neu auf dem Markt ist ein Dachfenster, das nicht nur Licht in die Dachwohnung bringt, sondern diese auch angenehm mit moderner Infrarottechnik beheizt. Es funktioniert energieeffizient mit minimalem Energieverlust – rund 97 % der Strahlung werden in den Raum reflektiert. Das „Heizfenster“ eignet sich besonders für Räume, die nicht durchgehend voll beheizt werden müssen wie z. B. Küchen, Bäder oder Schlafzimmer.

Aufbau eines Fensters mit Rahmen, Einzelteilen und Wandabschluss
So funktioniert‘s: Die Dreifach-Verglasung des „Heizfensters“ besteht aus Außen-, Mittel- und Innenscheibe. Die dem Wohnraum zugewandte Scheibe ist mit einer unsichtbaren Nanobeschichtung aus Metalloxid versehen. Durch Strom wird die Beschichtung erwärmt und gibt innenseitig Infrarotstrahlung ab. Die beiden anderen Scheiben reflektieren 97 % aller Infrarotstrahlung in den Raum – und das quasi ohne Heizvorlaufzeit und mit minimalem Energieverlust. Effizienter geht es kaum.
  • 1. Außenscheibe mit Infrarotreflektierender Beschichtung
  • 2. Mittlere Scheibe mit Infrarotreflektierender Beschichtung
  • 3. Nicht berührbare Seite der Innenscheibe mit Metalloxidbeschichtung, die die Infrarotstrahlung erzeugt
Frau steuert Heizung in einem Badezimmer mit Fernsteuerung
Anders als bei einem klassischen Wandheizkörper oder einer Fußbodenheizung sind für den Einsatz des „Heiz-Dachfensters“ keine bauseitigen Eingriffe wie das aufwendige Verlegen von Heizungsrohren oder -schlangen erforderlich.

Das qualifizierte Dachhandwerk montiert es wie ein klassisches elektrisches Dachfenster.

Infrarottechnik

Die Wirkung von Infrarot ist vergleichbar mit Sonnenwärme. Sie sorgt für behagliche Wärme, die durch das wesentlich bessere Verhältnis zwischen Raumluft- und Wandoberflächentemperaturen entsteht. Denn sie erwärmt nicht die Luft, sondern feste Körper. Diese speichern die Wärme und gebensie gleichmäßig an den Raum ab.

Die Oberfläche der Heizscheibe ist individuell regelbar und erreicht eine Maximaltemperatur von 70 °C. Die Steuerung der Heizfunktion kann per Thermostat erfolgen, zusätzlich ist sie über Sicherungen geschützt.

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