Zum Inhalt springen Zum Navigationsmenü springen
15. November 2025  (aktualisiert am 15. November 2025)

Immer noch oben Ohne?

von  Fachredaktion für energetisches Sanieren | 7 Min. Lesezeit | #Dachdämmung  #Energieverlust  #Geschossdecke  #Steildach  #Einblasdämmung 

Erstaunlich, aber in Deutschland sind bislang lediglich 16,2 % der Dächer und 6,5 % der obersten Geschossdecken gedämmt). Je nach Dachtyp und -fläche entweichen so zwischen 15 % und 25 % der Heizwärme und damit Deiner Energiekosten. Dabei gibt es auch ganz einfache, wirtschaftliche und effiziente Methoden, diese Verluste einzudämmen, z. B. durch die schlichte Dämmung der obersten Geschossdecke.

dunkles marodes Dachgeschoss mit kleinen Sichtfenstern
Dachgeschoss im Ausbau mit Gerüsten und Leitern

Bei der Dachdämmung gilt nicht zwingend: Viel hilft viel. Vielmehr kann wenig schon viel bewirken und: Mehr bringt mehr! Mehr Immobilienwert, mehr Wohnraum, mehr Fördermittel.

Du planst einen Ausbau Deines Dachgeschosses bei Dir zu Hause und möchtest wissen, ob sich das für Dich rechnet? Erfahre mehr bei DEIN FÖRDERMITTLER.

In Deutschland ist das Steildach mit einem Anteil von etwa 65 % (im nicht gewerblichen Bereich) noch immer die häufigste Dachform. Steildächer unterscheiden sich jedoch in vielfältigen Parametern, z. B. der Dachform und -neigung oder auch der Ausbildung des sogenannten Kniestocks.

Grafik eines Hauses von der Seite
Diese Parameter sind ausschlaggebend für Deine Nutzungsmöglichkeiten und die zu empfehlenden Dämmverfahren:
  • 1. Flache Steildächer ohne Kniestock mit einer Neigung von weniger als 30°
  • sind für einen Dachausbau wenig geeignet. Es empfiehlt sich die Dämmung der obersten Geschossdecke.
  • können durch eine Dachaufstockung nutzbar gemacht werden.
  • 2. Steildächer mit Kniestock und einer Neigung von über 30°
  • können hervorragend zwischen und unter den Sparren gedämmt werden.
  • verfügen über ideale Voraussetzungen für einen wirtschaftlichen Dachausbau.

Dämmung der obersten Geschossdecke

Bei Kriech- oder Spitzböden sowie Dachböden ohne oder mit geringem Kniestock, die nur durch eine Aufstockung nutzbar gemacht werden könnten, ist die Dämmung der obersten Geschossdecke die einfachste und kostengünstigste Lösung.

Klemmfilz Dämmung in Holzkonstruktion mit OSB-Platte darüber
Handwerker liegt Klemmfilz Dämmung in Holzkonstruktion
Handwerker verlegt Dämmplatten auf einem Dachboden

Jetzt Rockwool Varirock kaufen

So unterschiedlich die Bauweisen von Geschossdecken, so unterschiedlich sind auch die Dämmlösungen:

Holzbalkendecken (oben offen)

Wenn die Kehlbalken nicht beplankt sind und die Decke oben offen ist, kann auf ihr sehr einfach, lückenlos und auch bei hohen Dämmstärken kostengünstig Dämmmaterial „aufgeblasen“ werden.* Die Fläche ist dann sehr effizient gedämmt, jedoch nicht nutz- oder begehbar.

Handwerker gibt Einblasdämmung in Hohlraum
Kommen Dämmfilze oder -platten zum Einsatz, ist auf eine lückenlose Verlegung zu achten, ebenso wie auf eine gedämmte Bodentreppe!

Bei der Wahl des Dämmmaterials ist entscheidend, ob und wie Du Dein Dachgeschoss „nutzt“:
  • Möchtest Du vor allem Wärmeverlusten vorbeugen und den Dachboden nicht weiter nutzen, eignet sich neben dem Aufblasen auch Dämmfilz. Die Dämmung ist in diesem Fall nicht belastbar – zur Herstellung von Laufwegen kann die Dämmschicht mit geeigneten Spanplatten abgedeckt werden.
  • Ist eine Nutzung als Lagerfläche vorgesehen, kommen belastbare Dämmplatten in Verbindung mit last-verteilenden Platten zum Einsatz.
  • Soll der Dachboden auch begehbar sein, so sollten es Dämmplatten mit homogener Faserstruktur und hoher Druckbelastbarkeit sein, die zusätzlich begehbar beplankt werden.

Holzbalkendecken (oben abgedeckt)

Häufig sind Holzbalkendecken mit Dielen oder Platten beplankt, sodass sich Hohlräume im Dachboden befinden. Diese Hohlräume (zwischen den Kehlbalken) sind in älteren Gebäuden zumeist nicht gedämmt. Eine Einblasdämmung ist hier die effiziente Lösung: Die Beplankung muss nicht komplett demontiert werden – ein Loch oder eine gelöste Planke reichen, um das Dämmmaterial einzublasen.

Dämmschicht auf einem Dachboden Boden
Handwerker gibt Dämmplatten an einen auf einem Dachboden stehenden Mann

Beton- und massive Geschossdecken

Bei diesem Deckentyp ist genauso zu verfahren wie bei „oben offenen Holzbalkendecken“; bei ihnen entfällt jedoch die Problematik des Wärmeverlusts durch Hohlräume.


Das musst Du beachten!

Oben auf Bodenplatten verlegte Dämmplatten bleiben in ihrer Wirkung eingeschränkt, wenn in darunter liegenden Hohlräumen weiterhin Luft zirkulieren und somit erwärmte Luft nach außen entweichen kann!

Dein Fördermittler Logo

Fachredaktion für energetisches Sanieren

Obgleich die neusten Trends und Tipps aus der Branche oder Informationen über förderungsfähige Maßnahmen – die Fachredaktion für energetisches Bauen ist Dein Ansprechpartner von A bis Z. Der Zusammenschluss aus den drei Spezialisierungssystemen Bauen+ Modernisieren, Fenster Türen Tore und Holzbau sorgt für eine umfangreiche Abdeckung der energetischen, gewerksübergreifenden Arbeiten an Deinem Haus.

Artikel teilen

Das könnte Sie auch interessieren

15. November 2025
von Fachredaktion für energetisches Sanieren | 6 Min. Lesezeit

Das Wohnen unter dem Dach war bis ins 20. Jahrhundert hinein gesellschaftlich schlecht angesehen. Erst der sprunghaft ansteigende Bedarf an Wohnfläche führte zu einem komplett anderen Image. Heute zählen Dachgeschosswohnungen, besonders im städtischen Raum, mit zu den begehrtesten Wohnflächen.

15. November 2025
von Fachredaktion für energetisches Sanieren | 7 Min. Lesezeit

Nicht nur für Dämmmaßnahmen stehen Fördermittel zur Verfügung, auch Maßnahmen zur Wohnraumerweiterung sind förderfähig. Hierzu können auch eine Dachaufstockung oder der Dachausbau zählen. DEIN FÖRDERMITTLER kennt sich hier aus und kann Dich zu Deinen Möglichkeiten beraten.

15. November 2025
von Fachredaktion für energetisches Sanieren | 9 Min. Lesezeit

Das Gesetz schreibt eine Mindestfensterfläche von 12,5 % der Grundfläche vor. Doch gerade die großen Fensterflächen machen oft erst den besonderen Reiz heller Dachwohnungen aus. Insofern orientiert man sich eher an DIN 5034, „Tageslicht in Innenräumen“, wonach die gesamte Fensterbreite 55 % der Raumbreite betragen sollte.

Leider konnten keine Produkte gefunden werden
Das gewünschte Variantenprodukt befindet sich bereits in der Liste. Die zuvor gewählte Variante wurde aus der Liste entfernt.
Geben Sie hier Ihren Suchbegriff bzw. die Artikelnummer ein und wählen Sie die richtige Position aus der Vorschlagsliste aus. Nun können Sie die gewünschte Anzahl zum Warenkorb hinzufügen.
Tragen Sie hier bitte Ihre Bestellung ein