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10. März 2025  (aktualisiert am 11. Juli 2025)

Die Dämmstoffe und ihre Eigenschaften

von  Fachredaktion für energetisches Sanieren | 6 Min. Lesezeit | #Dämmstoff  #Polystyrol  #Mineralwolle  #Naturfaser  #Holzfaser 
Abbild von verschiedenen Schichten und Arten eines Dämmstoffes
Die zentrale Komponente eines WDVS ist der Dämmstoff; sein Material, seine Eigenschaften, Dicke und Beschaffenheit sind maßgeblich für die weiteren ergänzenden Komponenten.
Für die Auswahl des Dämmstoffs sind Deine Präferenzen entscheidend – grundsätzlich unterscheidet man:

Die Kosteneffizienten: Polystyrol-Dämmplatten (EPS)

Handwerker sitzt auf Gerüst und verstreicht Putz auf einer Innenwand mit einer Kelle
WDV-Systeme werden vornehmlich mit Polystyrol-Dämmplatten assoziiert. Dabei handelt es sich jedoch nicht um die einzige, sondern um die kosteneffizienteste Umsetzung. Sie ist leistungsfähig und leicht zu verarbeiten. Als Nut- und Federplatten verhindern sie Wärmebrücken. Die strengen gesetzlichen Vorschriften an den Brandschutz werden durch Brandriegel aus nicht brennbarer Mineralwolle erfüllt.
Einige Polystyrol-Dämmplatten sind ebenfalls für den Einsatz von Dickschicht-Putzen geeignet, die eine erhöhte Festigkeit und verbesserte Schalldämmung ermöglichen.

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Die Leistungsstarken: Mineralwolle-Dämmplatten

Mineralwolle zeichnet sich durch gesteigerte Dämmeigenschaften in Bezug auf den Wärme-, Schall- und Brandschutz aus. Sie erfüllt hohe Anforderungen und bietet höchsten Brandschutz: Baustoffklasse A, nicht brennbar.

Haus aus Dämmstoff steht auf brennendem Gitter und symbolisiert Brandschutz
Dämmplatte die auf einer Wand neben einem Fenster angebracht ist
Handwerker bringt Dämmplatte an Außenwand mit Klebstoff an

Mineralwolle-Dämmplatten sind diffusionsoffen und damit „atmungsaktiv“, wenn die weiteren Komponenten des Systems darauf ebenso abgestimmt sind. Sie sind langlebig, mechanisch belastbar und ermöglichen einen besonders homogenen Wandaufbau. Einige Systeme bieten auch Fassadenplatten für den Einsatz von Dickschicht-Putzen an, die für zusätzliche Festigkeit sorgen.

Mineralwolle bezeichnet Dämmstoffe aus Mineralfasern, insbesondere Stein- und Glaswolle. Steinwolleprodukte sind in der Regel etwas schwerer und haben eine höhere Rohdichte als normale Glaswolleprodukte. Die Dämmstoffplatten sind daher meist druckfester. Sie bieten leicht bessere Schallschutzeigenschaften und sind noch hitzebeständiger.

Durch die ständige Weiterentwicklung der Produkte durch die Hersteller verschwimmen die Unterschiede aber zunehmend, sodass auch Glaswolleprodukte über vergleichbare Eigenschaften verfügen können.

Die Natürlichen: Naturfaser-Dämmplatten

Unter den WDVS-Dämmungen aus nachwachsenden, weitestgehend biologisch abbaubaren Rohstoffen sind Holzfaser-Dämmplatten wohl am verbreitetsten. Sie bestehen in der Regel zu mindestens 85 % aus Holzfasern, die aus Sägeresten (Schwarte, Spreißel) oder Hackschnitzeln gewonnen und stabil verpresst werden. Ihre hohe Druckfestigkeit sorgt für hervorragende Stabilität.

Holzfaser-Dämmplatten bieten eine gute Wärme- und Schall- Dämmleistung, die nur geringfügig unter der von Mineralwolle liegt. Ihre spezifische Wärmekapazität ist der mineralischer Dämmstoffe jedoch überlegen, was bedeutet, dass Holzfaser-Dämmplatten einen gesteigerten sommerlichen Hitzeschutz bieten.

Sie sind diffusionsoffen und kapillaraktiv, d. h. wassertransport- und -speicherfähig. Sie können Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben – das sorgt für ein angenehmes Raumklima: Raumfeuchte wird ausgeglichen, Schimmel vermieden.
Holzfaserdämmstoff mit Wassertropfen darauf symbolisiert Undurchlässigkeit
Dämmstoff mit zwei Kinderhänden darauflegend
Handwerker steht auf Gerüst und bringt Dämmplatte mit Klebstoff an einer Außenwand an

Mit Holzfaser-Dämmplatten lassen sich Brandschutzkonstruktionen bis F90 B/REI 90 errichten, d. h., ein Feuer würde 90 Minuten benötigen, um die an die Konstruktion gestellten Sicherheitsanforderungen zu überschreiten. Sie brennen verhältnismäßig langsam, mit geringer Rauchentwicklung und tropfen nicht brennend ab.

Die Hersteller bieten heute eine große Auswahl und Vielfalt an weiterentwickelten Dämmstoffen für WDV-Systeme. DEIN FÖRDERMITTLER kennt das aktuelle Angebot und findet für die bauphysikalischen und -konstruktiven Anforderungen Deines Objekts, Deine Wünsche, Deinen Geldbeutel und Anspruch auf Fördermittel die effektivste Lösung.

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